Reservierungs­hotline: 07141-934545
Ticket Hotline: 07141-934545
Online Tickets: Central Union
Like us:

Für die 21. Ausgabe des NaturVision Filmfestivals, das vom 21. bis 24. Juli 2022 in Ludwigsburg und online stattfinden wird, startet am 25. Oktober 2021 der Internationale Wettbewerb mit dem Call for Entries für die neuesten Filme aus Natur, Wildlife, Umwelt und Nachhaltigkeit.

Filmschaffende aus aller Welt sind eingeladen, ihren Film für eine der renommierten Wettbewerbskategorien einzureichen. Unter anderem werden bei NaturVision der Deutsche Filmpreis Biodiversität, der Deutsche Wildlife Filmpreis und der Deutsche Umwelt- und Nachhaltigkeitsfilmpreis verliehen, aber auch der NaturVision Filmmusikpreis. Außerdem hat sich der NaturVision Filmpreis Umdenken als wichtige und zentrale Auszeichnung fest etabliert. Mit diesem Preis würdigt NaturVision Filme, die einen Umdenkprozess in Politik und Gesellschaft abbilden und positive Beispiele sichtbar machen. Die Themen reichen vom verantwortungsvollen Umgang mit der Natur, mit Tieren und mit Ressourcen bis zu Porträts von Menschen, die ein Umdenken einfordern. Ebenso willkommen sind Filme, die das Thema „Umdenken“ künstlerisch verarbeiten. Im vergangenen Jahr wurden Preisgelder in Höhe von mehr als 55.000 Euro vergeben.

Für alle schnell entschlossenen Filmschaffenden bietet NaturVision einen Early Bird-Rabatt: Wer seinen Film bis zum 17. Dezember 2021 anmeldet, entrichtet nur 50 Prozent der Einreichgebühren.

Filme, die nach dem 1. Januar 2021 fertiggestellt wurden, können ab 25. Oktober über die Website angemeldet werden: https://natur-vision.de/de/festival/wettbewerb/einreichformular/
Die Einreichfrist endet am 28. Januar 2022. Für die Kategorie NaturVision Newcomer Filmpreis wird (bei Vorlage einer Ausbildungsbescheinigung) keine Einreichgebühr erhoben.


Weitere Informationen zu allen Kategorien und dem Reglement sind hier zu finden:
https://natur-vision.de/de/festival/wettbewerb/kategorien-preise/
https://natur-vision.de/de/festival/wettbewerb/reglement/

(c)NaturVision/Eve Heber
Bei der Verleihung des NaturVision Filmpreises Baden-Württemberg trafen sich die Preisträger, Politiker*innen und Jury-Mitglieder
(c)NaturVision/Eve Heber
Von Links: Die Preisträger Frank Nischk, Serge Dumont (beide für Der unsichtbare Fluss) und Marc Uhlig (Unser Boden, unser Erbe) mit NaturVision Filmfestivalleiter und Moderator Ralph Thoms
(c)W-film/Tisda Media
Der Film Unser Boden, unser Erbe befasst sich mit unserem Boden – einer bislang kaum beachteten Ressource
(c)Längengrad Filmproduktion/SWR
Der Film Der unsichtbare Fluss zeigt, dass aufgegebene Kiesgruben voller Grundwasser zur zweiten Chance für die Natur werden können. Der Hecht ist der größte Räuber in solchen Seen

Zum ersten Mal hat NaturVision gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg im Rahmen des „Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt“ einen Filmpreis ausgelobt. Am 24. September fand in der Universität Hohenheim die Preisverleihung statt, bei der neben dem Hauptpreis auch ein Sonderpreis vergeben wurde. 

Das Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg besteht seit 2018 und ist bundesweit einmalig. Mit dem Sonderprogramm werden Projekte der Ministerien für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft sowie für Verkehr umgesetzt, die der Stärkung der biologischen Vielfalt im Land dienen. Ralph Thoms, Leiter des NaturVision Filmfestivals, findet die Auslobung eines eigenen Filmpreises bemerkenswert: „Es ist etwas ganz Besonderes, dass das NaturVision Filmfestival gemeinsam mit drei Ministerien einen Filmpreis ausschreibt. Besonders freut uns dabei die Ausrichtung des ‚NaturVision Filmpreises Baden-Württemberg‘, dessen Fokus sich auf die biologische Vielfalt unserer Natur richtet, für deren unbedingten Schutz wirbt und gleichzeitig die Filmemacherinnen und Filmemacher unterstützt.“

Der NaturVision Filmpreis Baden-Württemberg würdigt Filme, die die biologische Vielfalt der Natur- und Kulturlandschaften Baden-Württembergs in all ihren Facetten darstellen. Neben der Vielfalt der Arten gehören dazu auch die Diversität der Lebensgemeinschaften, Lebensräume und Ökosysteme sowie die genetische Vielfalt innerhalb einzelner Arten. Weitere Aspekte sind die nachhaltige Bewirtschaftung der Landschaften, Naturschutz an Verkehrswegen, wirtschaftliches oder gesellschaftliches Engagement zur Erhaltung der biologischen Vielfalt oder auch die wissenschaftliche Forschung im Bereich Biodiversität.

MdL Peter Hauk, Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, betonte anlässlich der Preisverleihung: „Wenn wir den Menschen die Herausforderungen des Klimawandels für den Wald und die Artenvielfalt bewusst machen möchten, dann brauchen wir eindringliche und einfach verständliche Kommunikationsmittel. Filme können uns Menschen in eine andere Welt eintauchen lassen und uns tief berühren. Solche Formate sind wichtig, um die Schönheit und essenzielle Bedeutung der biologischen Vielfalt in unserem Land darzustellen und die Menschen zu ermutigen, zu deren Schutz beizutragen.“

Aus 34 Einsendungen zum Thema biologische Vielfalt wurden sechs Filme nominiert. „Die Themenfülle der Einreichungen hat uns begeistert. Vom Lehr- bis zum Kinofilm war alles vertreten. Eine Vorauswahl ist aus diesem Grunde auch nicht einfach gewesen“, urteilte die Nominierungs-Jury, bestehend aus Vertreter*innen aus Wissenschaft, Medien und Verwaltung. Letztlich blieben die Bewerbungen in der engeren Auswahl, die die Themen und Ziele des Sonderprogramms in Baden-Württemberg am besten darstellten.

Den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis erhielt Der unsichtbare Fluss – Unter Wasser zwischen Schwarzwald und Vogesen von Serge Dumont und Frank Nischk. „Naturfilme sollen genau so sein. In einer Geschichte mit packender Erzähldramaturgie, faszinierenden Bildern und einem gut gesetzten sparsamen Kommentar wird beim Zuschauer das Verständnis für die Natur geweckt und der Wunsch erzeugt, genauer hinzuschauen, neue Entdeckungen zu machen, Zusammenhänge zu erkennen und zum Schutz der Natur beizutragen“, begründet die Jury ihre Entscheidung.

Der mit 2.500 Euro dotierte Sonderpreis wurde vergeben an Regisseur Marc Uhlig für den Film Unser Boden, unser Erbe. „Der Film nimmt mit dem Boden einen Lebensraum in den Blick, der bisher kaum beachtet wurde, für die Serviceleistungen der Ökosysteme aber eine zentrale Rolle spielt“, begründet die Jury ihre Entscheidung. Gleichzeitig sensibilisiere der Film dafür, dass die Folgen des Klimawandels, dazu gehören starke Niederschläge und Humusverlust, den Boden stark gefährden.

„Naturfilme fördern sehr eindrücklich das Verständnis für komplexe Themen wie den Erhalt der biologischen Vielfalt“, sagte Umweltministerin Thekla Walker MdL bei der Verleihung des Filmpreises. „Sie sind Inspiration, klären auf und animieren, sich zu engagieren.“ Verkehrsminister Winfried Hermann MdL ergänzte: „Auch an Straßenrändern und auf Verkehrsinseln können wir für Artenvielfalt sorgen.“

Die weiteren nominierten Filme:
• Karussell des Lebens – Die Streuobstwiese von Klaus und Annette Scheurich
• Rettet die Insekten von Jan Haft
• Wildes Deutschland – Die Schwäbische Alb von Klaus Weissmann und
• Ziemlich wilde Rinder von Herbert Ostwald.

Der Film "Der Wilde Wald" nimmt die Zuschauer*innen mit in den Nationalpark Bayerischer Wald, wo auf einstigen Wirtschaftsflächen heute ein Urwald wächst
Der aus Freyung stammende Filmemacher Christoph Promberger verfolgt mit seiner Frau Barbara eine Nationalparkidee vom Bayerischen Wald nach Siebenbürgen
Der Film "Rentiere auf dünnem Eis" zeigt, wie Wildtiere und Ureinwohner der russischen Tundra bereits heute vom Klimawandel betroffen sind
 

Über 30 Filme zu Natur, Tier, Umwelt und Nachhaltigkeit erwarten die Zuschauer*innen vom 22. – 24. Oktober bei den NaturVision Filmtagen im Besucherzentrum Neuschönau – eine Best Of Veranstaltung des NaturVision Filmfestivals.

Gleich drei Filme, in denen der Nationalpark Bayerischer Wald eine zentrale Rolle spielt, werden bei den diesjährigen NaturVision Filmtagen zu sehen sein: Der Wilde Wald von Lisa Eder, der gerade auch im Kino gestartet ist, eröffnet am Freitagabend um 19 Uhr die Veranstaltung. Die Dokumentation zum fünfzigjährigen Nationalparkjubiläum verschmilzt traumhafte Bilder, interessante Menschen und wissenschaftliche Fakten zu einem großen Kinoerlebnis.

Den Nationalparkgedanken in die Welt hinaus tragen der Wolfsexperte Christoph Promberger – er ist in Freyung aufgewachsen – und seine Frau Barbara. Der Film Die Nationalparkidee – Vom Bayerischen Wald nach Siebenbürgen porträtiert das Paar, das in den Karpaten den größten Nationalpark Europas verwirklichen will und fängt gleichzeitig Landschaft und Menschen in berührenden Bildern ein.

Ganz nah dran am Geschehen ist auch der Film Das Festmahl der Tiere, der mit dem Deutschen Filmpreis Biodiversität ausgezeichnet wurde. Er stellt ein noch junges Forschungsfeld im Nationalpark vor: die Kadaverforschung. Mit ihrer faszinierenden Kameraarbeit, die keinen Ekel aufkommen lässt, führt die Dokumentation vor Augen, was mit Tieren geschieht, die tief im Wald sterben – und welch wichtige Rolle dieser Kreislauf von Leben und Tod für die Artenvielfalt spielt.

Weitere große Naturfilme entführen die Zuschauer an die Moldau, den Königssee und in die Tiefen der Meere. Kritische Dokumentationen wie Rentiere auf dünnem Eis oder Die Gier nach Lachs – Wie ein Fisch den Planeten zerstört befassen sich mit Klimawandel, Ernährung, Plastikmüll oder dem weltweiten Insektensterben. Sie informieren, rütteln auf und zeigen immer wieder Menschen, die bereits ein Umdenken vorleben.

Für Kinder gibt es Sachfilme aus „Die Sendung mit der Maus“. Für Teens ist Kinder der Klimakrise – 4 Mädchen, 3 Kontinente, 1 Mission interessant. Filme wie der Gewinner des NaturVision Publikumspreises 2021 Der kleine Held vom Hamsterfeld dürften Groß und Klein gleichermaßen in ihren Bann ziehen.

„Das diesjährige Jubiläumsfestival war auch Anlass, auf unsere Anfänge im Bayerischen Wald zurückzublicken. Auf all die schönen Momente, auf Menschen und Institutionen, die uns unterstützt und beflügelt haben. Es freut mich deshalb besonders, dass das Hans-Eisenmann-Haus in diesen Tagen wieder zum Kino wird, und wir hoffentlich viele Zuschauer mit einer Vielfalt an tollen Filmen glücklich machen können.“, resümiert Festivalleiter Ralph Thoms.
Anlässlich des Jubiläumsfestivals wurde auch ein NaturVision Ehrenpreis vergeben. Ihn erhielt Dr. Hans Bibelriether für sein Lebenswerk. Er widmete den Preis allen, die die Nationalparkidee weitertragen.

Die NaturVision Filmtage finden vom 22. – 24.10 im Nationalparkinfozentrum Hans-Eisenmann-Haus Neuschönau statt. Sie finden unter der gemeinsamen Trägerschaft des Landkreises Freyung-Grafenau und des Nationalparks Bayerischer Wald statt. Der Eintritt ist kostenfrei.

(c) NaturVison/Marcel Majer
Bildunterschrift: Sophia Häußler, Jugendbeirätin der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg, im Gespräch mit Samuel Drews (plastikfreie Stadt), Josef Schweiger (Hawe Hydraulik) und Jens Kenserski (pulsmacher)
(c) NaturVision/Marcel Majer
Bildunterschrift: Ralph Thoms, Festivalleiter bei NaturVision, bedankt sich bei allen Referent*innen, Teilnehmer*innen und den Mitveranstaltern
(c) NaturVision/Eve Heber
Bildunterschrift: Moderatorin Dana Hoffmann interviewt Thekla Walker, Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, Andrea Schwarz, Bürgermeisterin Stadt Ludwigsburg, und Ralph Thoms, Festivalleiter bei NaturVision, zur Kongress-Eröffnung

Ludwigsburg: Am 17. September 2021 bot der Kongress #Plastikverhütung 2.0 erneut eine Plattform für Expert*innen und Interessierte, um sich zu den Themen Plastikvermeidung, -alternativen und Kreislaufsysteme auszutauschen. Die Veranstaltung, die NaturVision und das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg realisierten, begeisterte rund 200 Teilnehmer*innen – 60 davon waren live vor Ort in der Musikhalle Ludwigsburg.

„Plastikvermeidung wird in der Öffentlichkeit zunehmend zur Verbrauchersache erklärt“, führt Ralph Thoms, Festivalleiter bei NaturVision, bei der Begrüßungsrunde an. Diese Sichtweise greift in seinen Augen allerdings zu kurz. „Unternehmen müssen für die Umweltbelastungen, die durch ihre verkauften Produkte entstehen, Verantwortung übernehmen.“ Damit wurde gleich zu Beginn der Veranstaltung deutlich: Um das Plastikproblem zu lösen, muss an vielen Stellschrauben gedreht werden. Diese Komplexität der Thematik zog sich einhellig durch die von Dana Hoffmann moderierten Impulsvorträge, Gesprächsrunden und Workshops.

So zeigte Wolfgang Rommel, Professor für Verfahrenstechnik an der Hochschule Augsburg, bereits im ersten Vortrag, dass die Vermeidung von Plastik nicht der einzige Lösungsweg sein kann. Kunststoff ist beispielsweise auch ein wertvolles High Tech-Material, das für die Energiewende oder die Digitalisierung unverzichtbar ist. Auch er sieht die Produktverantwortung der Unternehmen als zentrales Element für einen gewissenhaften Umgang mit Kunststoffen. Marlen Richter vom Berufsverband der Unverpackt-Läden veranschaulichte, dass es aus ökologischen Gesichtspunkten nicht immer sinnvoll sei, auf Alternativen wie Glas oder Papier umzusteigen. Dieses Argument stützte auch Marc Zürn vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Er verdeutlichte am Beispiel einer Einkaufstüte, dass die Devise „Mehrweg statt Einweg“ lauten müsse.

Den Beitrag von zivilgesellschaftlichen Initiativen beim Thema Plastikvermeidung und Wiederverwertung zeigten die Organisationen Precious Plastic und Zero Waste City. Sie fordern nicht nur die Diskussion über Alternativen oder Kreislaufsysteme, sondern ein Umdenken in der Gesellschaft und eine klare Kommunikation, wie Plastik vermieden werden kann. Samuel Drews vom Modellversuch plastikfreie Stadt brachte das gesellschaftliche Wertesystem in die Debatte ein. Er stellte die These auf, dass Gegenstände, denen erneut ein größerer Wert zugeschrieben wird, vermutlich auch wieder einen längeren Lebenszyklus bekommen.

Da die Plastikverschmutzung jede*n Einzelne*n betrifft und es innovativer Ideen bedarf, haben die Veranstalter*innen gezielt auch jungen Ideen Platz auf dem Kongress eingeräumt. Zum ersten Mal traten Start-ups mit ihren Projekten in Sachen Plastikverhütung, Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung in einem Wettbewerb gegeneinander an. Am meisten begeisterte die Zuschauer*innen das Unternehmen Frenvi aus Mannheim, das 100 Prozent essbare Einweg-Utensilien herstellt. Im Anschluss daran befragte Sophia Häußler, Jugendbeirätin der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg, Josef Schweiger von Hawe Hydraulik, Jens Kenserski, Geschäftsführer der Agentur pulsmacher und Samuel Drews von der Initiative plastikfreie Stadt in einer spannenden Gesprächsrunde, inwieweit Plastikvermeidung im Arbeitsalltag wirklich funktionieren kann.

Thekla Walker, Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, betonte in ihrem Betrag, wie wichtig gesellschaftliche Initiativen und jede*r Einzelne für eine nachhaltige Entwicklung sind. Sensibilisierte Konsument*innen bilden, ihrer Ansicht nach, die Basis für politisches Handeln. Andrea Schwarz, Bürgermeisterin Stadt Ludwigsburg, unterstrich dies und verdeutlichte, dass die Folgekosten für nicht nachhaltiges Handeln am Ende die Gesellschaft trage.

Der Kongress wurde in Kooperation von NaturVision, dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, RENN.süd und der Jugendinitiative der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg organisiert.